Minister Wolf höchst willkommen


Tourismus: Blaustein baut an der Steinzeit

http://www.swp.de/ulm/lokales/alb_donau/Tourismus-Blaustein-baut-an-der-Steinzeit;art1222881,4034244

 

Ganzseitiger Artikel über das Steinzeitdorf mit gutem Überblick was war, ist und kommt....


Wochenschau 1952 über die Entdeckung des Steinzeitdorfes


Alter Presseartikel über das "Steinzeit-Pompeji" bei Ehrenstein an der Blau

Im Zuge von Zeitungs-Recherchen sind wir auf diesen interessanten Artikel in der Schwäbischen Zeitung vom 26.11.1960 gestoßen. Der Schreiber erkannte bereits damals die Einzigartigkeit der Ehrensteiner Siedlung, und der Vergleich der Ehrensteiner Scheibe mit dem Sonnensymbol ist höchst interessant..... 

In acht Jahren soll der Steinzeitpark fertig sein...                                         Südwestpresse vom 07.07.2016

Im nachfolgenden Artikel der Südwest-Presse  wird über die Gemeinderatssitzung  vom 07.07.2016 berichtet, bei dem es u.a. um die Finazierung  für den Ausbau des Steinzeitparkes ging. Leider sind einige Passagen und vor allem das Bild und die dazugehörige Beschreibung völlig irreführend. Ganz sicher wird bei den Nachgrabungen nicht mit Pickel und Schaufel gearbeitet, sondern mit feineren Gerätschaften. Auch dürfen nicht alle Besucher "wahllos" graben, sondern immer unter Aufsicht des Landesdenkmalamtes bzw. einem Archäologen und nur zu bestimmten Zeiten.  Außerdem ist auf dem Bild nicht der Aushub früherer Grabungen zu sehen, sondern das Material, das 1952 vom Bagger der Firma Hilsenbeck als Wall für das geplante Schlamm-Absetzbecken aufgesetzt wurde.

In acht Jahren soll der "Steinzeitpark" in Blaustein fertig sein

Zustimmung zur Gesamtplanung und zur Finanzierung: Der Gemeinderat Blaustein hat das Projekt "Steinzeitpark" auf den Weg gebracht. Dazu gehört auch, dass ein neuer Antrag auf Tourismusförderung gestellt wird.

HELGA MÄCKLE | 

800.000 Euro wird die Stadt Blaustein in den kommenden vier Jahren in den geplanten Steinzeitpark Ehrenstein stecken.  Insgesamt wird das Projekt  an der B 28 knapp 1,7 Millionen Euro kosten,  das in acht Jahren fertig sein soll. Das hat der Gemeinderat am Dienstag einstimmig beschlossen. Zu diesem Beschluss gehört auch, dass die Stadt beim Regierungspräsidium Tübingen Zuschüsse  im Rahmen der Tourismusförderung beantragen wird.  Einen solchen Antrag hatte Blaustein bereits vergangenes Jahr gestellt, zog ihn aber wieder zurück, nachdem die Tübinger Behörde signalisiert hatte, dass der Förderantrag in der damals vorgelegten Form keine Aussicht auf Erfolg haben würde (wir berichteten). Wie Hauptamtsleiterin Anke Jaeger am Dienstag mitteilte, fehlten  für den neuen Antrag nach Absprache mit dem Regierungspräsidium zwar noch ein paar kleinere Gutachten, „aber ich gehe davon aus, dass wir den Antrag im Oktober einreichen“. Die Stadt hofft auf einen Zuschuss aus der Tourismusförderung von 15 Prozent auf die 800.000 Euro: in vier Jahren also 120.000 Euro.

Landschaftsarchitekt Edmund Spengler und Architekt Eberhard Ludwig  erläuterten den Stadträten die überarbeiteten Pläne für den Themenpark, in dem das Leben in der Jungsteinzeit veranschaulicht und der zu einem touristischen Highlight Blausteins werden soll. Die rund 6000 Jahre alte Siedlung, die 1952 entdeckt worden ist, ist Unesco-Weltkulturerbe  und gehört zu einer Auswahl an vorgeschichtlichen Pfahlbauten in Alpen-Anrainerstaaten.

Die Pläne mussten unter anderem geändert werden, weil bei erneuten Grabungen weitere, rund einen Meter unter der Oberfläche liegende Häuser entdeckt worden sind. „Das Dorf ist größer geworden, daher muss eine der zwei Brücken wegfallen“, erklärte Spengler. Auch wurden  in einem Tümpel im nördlichen Teil des Areals Kammmolche entdeckt, für diese müsse  man Ausgleichsflächen schaffen,  informierte Spengler.  In dem Wall aus Erde und Gestein, Aushub von  Grabungen, lägen noch Fundstücke aus der Jungsteinzeit, sagte der Landschaftsarchitekt weiter. Umso erfreulicher sei, dass das Landesdenkmalamt  die Erlaubnis gegeben habe, dass Besucher des Steinzeitparks diesen Aushub durchsuchen dürften. „Natürlich unter Aufsicht. Aber es ist schon super-toll, dass wir so was anbieten können.“

Architekt Ludwig stellte die Pläne für das Eingangsgebäude vor. Darin werden sowohl Kassen, Toiletten, ein Ausstellungsraum sowie Lagerräume untergebracht, als auch ein Café, das unabhängig vom Park öffnen soll. Der Nachbau eines der Häuser der Steinzeitmenschen, die unterirdisch im Grundwasser der Blauauen konserviert  liegen, wird die Hauptattraktion des Parks. Dieses baut der  Förderverein Steinzeitdorf in Eigenleistung. Um es vor Wind und Wetter zu schützen, wird ein großes Zeltdach darüber gespannt. Als weiteres Gebäude im Park ist eine Aussichtsplattform vorgesehen, von der aus  das gesamte Areal überblickt werden kann. Um das 6000 Jahre alte Dorf sichtbar zu machen, werden die  unter der Oberfläche liegenden Häuser auf dem Gelände markiert. Wie genau dies aussehen wird, steht laut Landschaftsarchitekt Spengler noch nicht fest.

Auch einem Betreiberkonzept für den Steinzeitpark hat der Gemeinderat am Dienstag  zugestimmt. Demnach wird die Stadt Blaustein den Park betreiben.  Laut Hauptamtsleiterin Jaeger soll er jeweils von 15. März  bis 31. Oktober geöffnet sein. Bei Eintrittspreisen von  3 Euro für Erwachsene und 2 Euro für Kinder sind laut Jaeger jährlich rund 9000 Besucher  nötig, um die Betriebskosten von geschätzt 35.000 Euro im Jahr zu decken. Das Café mit 40 Plätzen innen und einer Außenterrasse wird verpachtet. Diesbezüglich seien bereits Interessenten an die Stadt herangetreten, sagte Anke Jaeger. Sowohl im Innen- wie auch im Außenbereich des Parks werden Veranstaltungen des Fördervereins Steinzeitdorf sowie der Stadt Blaustein stattfinden: vom Stadtfest bis zu Familientagen.  Noch nicht abschließend geklärt ist die Parksituation: Bislang  sind lediglich fünf Parkplätze eingeplant. Die Stadt hofft allerdings, mit dem Eigentümer des Grundstücks vor dem Eingangsbereich des Parks zu einer Regelung zu kommen, um dort weitere Plätze schaffen zu können.

Natürlich wird es auch Führungen geben. Zudem wird ein Museumspädagoge auf Honorarbasis ein pädagogisches Konzept erarbeiten und verschiedene Events anbieten, die das Leben in der Jungsteinzeit veranschaulichen.


Derzeit laufen Bohrungen beim Steinzeitdorf Ehrenstein....                       Südwest Presse ... 23.02.2016


Europaminister Friedrich bringt Donauraum-Programm ins Gespräch ... Südwest Presse ... 13.02.2016


In fünf Jahren zum Steinzeitpark... Südwest Presse am 19.11.2015


Rückschlag für Steinzeitpark-Förderantrag... Südwest Presse am 17.11.2015


Arbeiten für den Steinzeitpark kommen voran ... Südwestpresse 4.02.2015


Blaustein hebt seinen historischen Schatz ... Stuttgarter Zeitung am 27.1.2015


Für Steinzeitpark Orchideen verpflanzt ... Südwest Presse am 28.01.2015


Archäologen legen Steinzeitdorf in Ehrenstein frei ... Südwest Presse am 11.08.2014


Blaustein will mit einem Park auf Unesco-Welterbe aufmerksam machen ... Südwest Presse am 12.02.2014