Wir backen steinzeitliches Hutzelbrot

Am zweiten Advent haben wir unseren Lehmofen zum letzten Mal in diesem Jahr angeheizt und steinzeitliches Emmerbrot mit Nüssen und Äpfeln gebacken. Leider war das Wetter nicht gerade einladend, aber ein paar Unerschrockene haben sich trotz Sturm und Regen ins Steinzeitdorf gewagt. 

Den Teig haben wir schon am Samstag zusammen mit Sigi und Mitgliedern der Donauküche e.V. vorbereitet. Am Sonntag haben wir dann die Hütte wohnlich eingerichtet und uns Brot und Glühwein schmecken lassen. Nochmal eine gelungene Aktion und die Arbeitsgruppe "Steinzeitküche" steht :)

Über den Winter werden wir Grundlagen der jungsteinzeitlichen Ernährung recherchieren und im nächsten Jahr werden wir weiter ausprobieren. Alle Interessenten sind herzlich eingeladen. 


Workshop Pädagogisches Konzept Steinzeitpark

Wie kann der Steinzeitpark Blaustein einmal aussehen und welche Angebote sollen dort vorhanden sein? Diesen und anderen zentralen Fragen gingen Teilnehmer eines Workshops in Blaustein nach. Mit den Ergebnissen soll nun das pädagogische Konzept für den Steinzeitpark entwickelt und daraus vielleicht sogar die Idee eines Mitmachdorfes verwirklicht werden.

 

Neben Mitgliedern des Fördervereins Steinzeitdorf Ehrenstein waren Blausteiner Bürger und Schulen sowie Fachleute vertreten. Moderiert wurde der Workshop von einem externen Berater. 

 

In Kleingruppen wurden aus unterschiedlichen Perspektiven Zukunftsbilder entwickelt "Steinzeitpark Ehrenstein 2025 – unsere Zukunftsvision". Es zeigte sich, daß alle Teilnehmer den Steinzeitpark aktiv erleben wollen und der Begriff "Mitmachdorf" fand begeisterte Zustimmung. 

Aus den vielen Ideen wurde in der zweiten Runde vier Themenschwerpunkte identifiziert, die in den nächsten Monaten in Arbeitsgruppen weiter ausgearbeitet werden sollen:

  

- Zeitschleuse am Eingang 

- Lebensgrundlagen

- Mitmachangebote

- Übernachtungsmöglichkeiten

 

Die Arbeitsgruppen sollen sich möglichst nicht öfter als 2 bis 3mal treffen, um die Motivation zu erhalten. Ziel ist, 2 bis 3 konkrete Vorschläge zu erarbeiten, von denen einer sich möglichst schnell realisieren lässt. 

Die Stadt Blaustein und der Förderverein Steinzeitdorf Ehrenstein laden alle Interessierten herzlich ein, sich zu beteiligen. Bitte melden Sie sich unter steinzeitdorf(at)gmail.com. 

 

Die Teilnehmer des Beteiligungsworkshops und weitere Interessierte werden sich wieder im März/April 2019 treffen, um die Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen zu präsentieren und zu diskutieren und die nächsten konkreten Schritte incl. Zeitplan zu klären. 


Emmerbrot aus dem Lehmofen

Am 2.September haben wir unser Archäoexperiment "Essen in der Steinzeit" weiterentwickelt und  Emmerbrot gebacken. Dabei haben wir weitere Erfahrungen über die Grundlagen des Brotbackens in unserem einfachen Tunnelofen gesammelt.

Das Rezept ist eine Zusammenführung der beiden alten Kulturpflanzen Emmer und Lein. Den Sauerteig hat Sigi nachts angesetzt, das gemeinsame Backen fand bei herbstlichen Temperaturen und Sprühregen im Steinzeitdorf statt.

 

Sauerteig

25 g       reifer Sauerteig (Anstellgut)

110 g    Emmervollkornmehl

110 ml  Wasser ca. 25°C

 

Alle Zutaten in einer Schüssel mit einem Holzlöffel vermischen. Zugedeckt gehen lasssen.

Da Emmer, verglichen mit unseren modernen Weizensorten, nur eingeschränkt quellfähig ist, verwenden wir zur besseren Porenbildung ein sogenanntes Quellstück. Ob unsere Vorfahren das auch schon kannten, wissen wir allerdings nicht. Den Lein kannten sie, damit umzugehen (Ölgewinnung) wussten sie offenbar auch. Bleibt zu erproben, welche Wege zur Entdeckung des elementaren Sauerteiges geführt haben könnten und wie er durch weitere Erkenntnisse verfeinert werden konnte. 

 

Quellstück

50 g        Leinsaat geschrotet

140 ml  Wasser ca 60°C

Die Leinsaat mit dem heissen Wasser angiessen und quellen lassen.

Sauerteig und Quellstück etwa 8 h vor dem Backen ansetzen. Nach 6 h sollte der Sauerteig vollreif sein und langsam wieder zusammenfallen. Aus diesen beiden Vorstufen wird der Hauptteig geknetet

 

Brotteig

250 g    Sauerteig

190 g    Quellstück

450 g    Emmermehl 1300

10 g       Salz

5 g          Hefe gebröselt

250 ml Wasser ca 25° C

 

Alle Zutaten in einer Schüssel mit einem Holzlöffel vermischen.

Emmermehl ist knetempfindlich und nimmt zugegebenes Wasser nur zögerlich auf. Deshalb immer wieder kleine Knetpausen einlegen, danach mit weiteren kleinen Wasserzugaben fortfahren.

Den Teig abgedeckt bei Raumtemperatur ca 45 min ruhen lassen.

Nach der Teigruhe den Teig auf eine Holzunterlage kippen und in 8 gleiche Portionen teilen. Zu Kugeln formen und in Backkörbchen oder bemehlten Suppentellern weitere 30 min gehen lassen.

Den kontrollierten Einsatz von Reinzuchthefen kannten unsere Altvorderen natürlich noch nicht. Wir wollen uns im Experiment dem denkbaren Urzustand Schritt für Schritt nähern. Mit sicher manchmal überraschenden Geschmackserlebnissen. 

 

Backen

Den Lehmofen in ca 1,5 h mit moderatem Feuer  auf 270° C aufheizen.

Glut in den hinteren Ofenbereich schieben.

4 Brotlaibchen einschiessen, die Öffnung verschliessen und die Brote in ca 30 min fertigbacken.

Nach der halben Backzeit  die Laibchen von vorne nach hinten wechseln. 

Nach der ersten Lage den Ofen erneut aufheizen und weitere Lagen backen.

Damit wir das Brot nicht nur trocken probieren, hat jede/jeder noch was als Aufstrich oder zum Vesper mitgebracht. 

Es hat wunderbar geschmeckt und wir haben trotz herbstlicher Temperaturen einen erlebnisreichen und fröhlichen Sonntagmittag verbracht.

Fortsetzung folgt!


Ofeneinweihung beim Steinzeit-Hock

An einem warmen Sommerabend haben wir mit vielen Vereinsmitgliedern und Gästen unseren Steinzeitofen eingeweiht. Sigi Körner hat den Ofen rechtzeitig eingeheizt. Es hat etwa eine Stunde gedauert bis der gesamte Innenraum heiß genug war, daß er die Glut nach hinten schieben und die ersten Teigstücke aus Sauerteig mit Emmer und Leinsamen einlegen konnte. Bald zog ein verführerischer Duft durch das Steinzeitdorf. Das erste Brot schmeckte wunderbar und fand reißenden Absatz. 

 

Nach der gelungenen Premiere werden sich die Backfreunde bald wieder im Steinzeitdorf treffen und weitere Rezepturen ausprobieren, zum Beispiel mit Nüssen, Beeren oder Kräutern, die schon die alten Ehrensteiner vor 6000 Jahren im Blautal gesammelt haben. Wer mitmachen will kann sich gerne unter steinzeitdorf(at)gmail.com melden. 

 

In gemütlicher Runde wurden die aktuellen Projekte diskutiert und die nächsten Schritte geplant: für den Nachbau des Steinzeithauses stehen im Herbst noch mehrere Arbeitseinsätze an. Informationen folgen in den nächsten Wochen.

 

Wir danken allen Helfern und Spendern, die unser Büffet mit leckeren Häppchen und Getränken bestückt haben. Es ist nichts übrig geblieben und das sagt alles!    


Bau eines Steinzeitofens

Das ist der Beginn unseres Archäo-Experiments "Essen im Steinzeitdorf Ehrenstein"

 

Wir wollen in spannenden Versuchen herausfinden, wie eine neolithische Speisekarte ausgesehen haben könnte und uns dabei an den gesicherten Erkenntnissen orientieren. Da uns die alten Ehrensteiner aber keine Rezepte hinterlassen haben, nehmen wir uns die Freiheit, darüber hinaus auch kreativ zu fantasieren.

 

Zuerst bauen wir einen lehmgemauerten Kuppelofen,  wie er weiterentwickelt und verfeinert, aber in seiner Grundkonstruktion unverändert bis ins 19. Jahrhundert überall verwendet wurde. 

Dieser Ofen wird ein Pilotprojekt für den Ofen im für 2019 geplanten Nachbau eines Steinzeithauses. Wir werden uns also in der Vorbereitung nicht ausschliesslich am historischen Erbe orientieren, sondern uns auch, das aber klar dargestellt, moderner Beschaffungstechniken bedienen. 

 

Am 9.  und 10. Juni haben wir bei strahlendem Sonnenschein mit dem Bau begonnen.

Der Bauhof der Stadt Blaustein hat schon einige Vorarbeiten zu unserem Projekt geleistet. So bauen wir unseren Demonstrationsofen, entgegen der historischen Vorgabe, auf einem bedienfreundlichen Sockel.

Den Betonsockel mit Schüttung haben wir mit Holzbohlen von 8-10 cm Durchmesser bedeckt und mit Sand ausgefüllt. Darauf kam eine Lage Birkenrinde. 

 

Im nächsten Schritt wurde der Ton mit Sand und Ziegelmehl vermischt, um die Hitzebeständigkeit zu erhöhen.  Die Masse musste dann gestampft werden, bis die notwendige Konsistenz zur Weiterverarbeitung erreicht war.  Die Bodenplatte ist ca. 8 cm dick.

 

 

Auf diesem  Sockel bauen wir unseren Tunnelofen aus Schichten von gemagertem Lehm, Weiden/Haselnussgeflecht und Strohlehm auf. 

 

  

Je nach Trocknungszeit wird der Ofen in der zweiten Julihälfte für die Bauleute und Interessierte erstmals gebrannt und steht ab dann für Aktivitäten in der Ferienzeit und natürlich beim Steinzeithock am 16. August zur Verfügung. 

 

Dieses Projekt ist auch für uns neu. Das macht es aber auch so spannend.

 


Frühschoppen im Steinzeitdorf am 22.4.2018

Am Sonntag  den 22.April haben wir die neue Saison mit einem Frühschoppen auf dem Gelände des Steinzeitparks eröffnet. Die Vorbereitung liefen seit Freitag mittag unter heißesten Bedingungen, perfekt organisiert von Beate Specker. Auch am Sonntag hatten wir Glück mit dem Wetter: die Sonne lachte  vom blauen Himmel und pünktlich um 10.30 Uhr erschienen die ersten Besucher und zeigten großes Interesse an den aktuellen Projekten:  Steinzeithaus,  Steinzeitofen und Essen in der Steinzeit.  Dazu zeigten wir auf verschiedenen Plakaten und Beschreibungen eindrucksvolle Informationen: wie wird der künftige Steinzeitofen gebaut, wie sieht der Nachbau des Steinzeithauses aus, welche Materialien werden verwendet, wann wird der Nachbau erfolgen. Zudem wurde informiert, welche Orchideenarten im Steinzeitpark wachsen und vieles mehr.

Vor allem das "Essen in der Steinzeit" war ein echtes Schmankerl, perfekt inszeniert von unserem Steinzeitkoch Sigi Körner: über offenem Feuer auf heißer Steinplatte gebackene leckere Sauerteigfladen mit Belag aus Zwiebeln, Speck und Rahm fanden reißenden Absatz.  Aber auch sonst hatten die Besucher jede Menge Auswahl an "Fingerfood" und gekühlten Getränken.

 

Pünktlich zum Saisonauftakt wurden auch die von Eva Zimmermann gestalteten Info-Banner fertig und am Zaun entlang des Weges von der Brücke zum Eingang angebracht. Endlich können die Fragen der Bürger und Besucher nach dem Steinzeitdorf und dem geplanten Projekt "Steinzeitpark" anschaulich beantwortet werden: man sieht, es tut sich was! Ein runde Sache.

 

Das Fazit: es war ein absolut gelungenes Fest heute und  herzlich Dank an alle Helfer für den tollen Einsatz!  Dass so viele Besucher gekommen sind, hat uns sehr gefreut und wir haben sicher einige neue Leute erreicht und ihr Interesse geweckt.  Ein großartiger und motivierender Saisonauftakt!

Brückeneinweihung, Abschluss des 1.Bauabschnittes

Nach Fertigstellung des 1.Bauabschnittes wurde am 24.11.2017 der neue Fußgängersteg über den Blaukanal eingeweiht. Sie verbindet den Donauradweg mit dem Eingangsbereich des zukünftigen Steinzeitparks. Im Zuge des 1.BA wurden außer dieser Brücke auch bestehende Wege so verbessert, das sie für Radfahrer und Fußgänger besser nutzbar sind.

Die neue Brücke ist übrigens ein reiner Fußgängersteg, auf dem Radfahren nicht erlaubt ist.

 

Hier ein paar Eindrücke der Brückeneröffnung. 


Steinzeithock auf dem Gelände

Am 17.08.2017 fand unser diesjähriger Steinzeithock für Mitglieder und Freunde des Steinzeitparks statt. Wie bereits bei vergangenen Veranstaltungen brachte einige Mitglieder Essen und Trinken mit, sodass für das leibliche Wohl bestens gesorgt war. Und der Besuch war erstaunlich  gut für einen Donnerstag-Abend.  Als besonderer Programmpunkt führte Herr Wiedmann vor, wie man mit einfachsten Mitteln ein Feuerchen zu Stande bringt. So mancher hatte Zweifel, dass es funktionieren wird, aber als dann tatsächlich der erste Rauch aufstieg, verstummten die Zweifler und Applaus brandete auf. Super, Herr Wiedmann!

Mit Einbruch der Dämmerung wurden die beleuchteten Hausgrundrisse sichtbar, wieder ein stimmungsvolles Erlebnis der besonderen Art.

Dank an alle Besucher und besonders an die Helfer, die auch diesmal für einen schönen Steinzeithock gesorgt haben.