Bau-Tagebuch

Tag 1:

Die Stämme werden vorbereitet. 

Tag 2:

Die Stämme werden angekohlt, um sie haltbar zu machen. Die Grundpfosten werden aufgestellt. 

Tag 3:

Die First- und Traufbalken wurden gesetzt und die Querbalken aufgelegt. Die Türschwelle wurde eingepasst. Ein neues Banner am Bauzaun weist auf unsere Sponsoren hin.

Tag 4:

Die Dachbalken und die Streben für die Flechtwände wurden gesetzt. Gut erkennbar sind die Schlitze zum Verkanten der Weiden.

Tag 5:

Der Dachstuhl ist aufgerichtet und wir feiern Richtfest!

Es ist schlechtes Wetter angesagt. Deshalb  geht es gleich wieder an die Arbeit mit der Spaltbohlenwand und den Dachlatten. 

Tag 6:

Eine Hälfte der Dachlatten ist bereits befestigt. 

Es ist eine auch für die Archäologen erstaunliche Besonderheit, daß in Ehrenstein am selben Haus unterschiedliche Wandtechniken verwendet wurden. Es gab Wände aus Rund- und Spalthölzern sowie Flechtwände. Dies wird exemplarisch an einer Seitenwand gezeigt. 

Tag 7:

Heute kommen unsere handgezwirnten Seile zum Einsatz. 

Tag 8:

Alle Dachlatten sind angebracht und mit Seilen befestigt. Jetzt beginnt die Fleißarbeit: 60 qm Dach werden mit Lärchenschindeln in Dreifachdeckung gedeckt. Die Schindeln sind 60 oder 80 cm lang und 8-20 cm breit.

Tag 9-10:

Es sind viele Schindeln ...

Tag 11:

Das Dach ist dicht! Damit ist der erste Teil der Bauarbeiten abgeschlossen und das Team von Arc-Tech startet ins wohlverdiente Wochenende.  Die Aktiven des Fördervereins werden in etwa zwei Wochen mit den Flecht- und Lehmarbeiten weitermachen. 


Es ist endlich etwas zu sehen!

Der langersehnte Nachbau unseres Hausmodells hat begonnen. Die modernen Pfahlbauer vom Bauhof Blaustein haben das Fundament vorbereitet. Da das Gelände heute 2 Meter über dem feuchten Untergrund liegt, in den unsere Vorfahren die Pfähle eingerammt haben und dieser Bereich außerdem durch das Welterbe geschützt ist, wurden Leerrohre gesetzt. In die werden die tragenden Balken gestellt und mit einer Drainage gesichert. Das dient auch der Haltbarkeit - die ursprünglichen Häuser hatten eine Lebensdauer von wenigen Jahren. Später ist von den modernen Methoden nichts mehr zu sehen!


So bauen wir unser Steinzeithaus

Bald geht es los!

Der Rohbau wird ab 2.März 2020 von Wulf Hein und seinem Team erstellt. Wir freuen uns schon sehr und werden alle neuen Informationen sofort hier bereitstellen.


Lehmlieferung

Am 9.Januar haben wir vom Ziegelwerk Bellenberg 20 m3 Lösslehm bekommen. 

Der Lehm wird auf einer Folie gelagert und abgedeckt. Er soll bis zum Frühjahr einmal komplett durchfrieren, damit er die richtige Konsistenz für die Weiterverarbeitung bekommt. 

 


Die erste Holzfällaktion

Bei strahlendem Herbstwetter wurden auf der Beibruck in Herrlingen die ersten Bäume für unser Steinzeithaus gefällt und von tatkräftigen Helfern ins Steinzeitdorf transportiert.  

Es handelt sich um Erlen, die wegen des Pilzbefalls gefällt werden müssen und nun im Steinzeitdorf eine neue Zukunft finden.  

Insgesamt brauchen wir mehr als 1300 Balken in unterschiedlichen Längen und Stärken. Es wird also bald weitere Aktionen geben.  

Wir danken allen Helfern - bis zum nächsten Mal!    


Seile drehen für unser Steinzeithaus

In der Jungsteinzeit gab es noch keine Nägel, daher wurden die Balken mit Seilen zusammengehalten. Für unser Steinzeithaus brauchen wir daher jede Menge Seile. Diese werden von freiwilligen Helfern gedreht. Das Material stellt der Verein. 

Am 15.9. hat uns Hannes Wiedmann gezeigt, wie die Seile hergestellt werden. Die Teilnehmer waren mit Feuereifer dabei und hatten den Dreh bald raus!

Das eigentliche Herstellen der Seile im Laufe der nächsten Monate geschieht in Eigenregie. 

Wir freuen uns, daß die Blausteiner Landfrauenvereine Ihre tatkräftige Mithilfe zugesagt haben und bedanken uns herzlich!

Wir freuen uns auf viele Freiwillige! Wer Lust hat bitte melden unter steinzeitdorf[at]gmail.com.


Birkenrinden-Ernte im Donaumoos

Damit wir nächstes Jahr mit dem Modell unseres jungsteinzeitlichen Hauses starten können

hat die Arbeitsgruppe Hausbau begonnen, das Material zusammenzutragen. 

 

Unser Haus soll mit Birkenrinde gedeckt werden, die wir im Donaumoos bei Günzburg gewinnen. Der dortige Wald im Eigentum der Stadt Günzburg soll sich seit etwa 2010 zu einem Bruchwald entwickeln. Es findet hier keine forstwirtschaftliche Nutzung mehr statt, die Flächenvernässung wird maßgeblich über Dämme, die Biber in den Grenzgraben einbauen, gesteuert. 

Für unser Modell brauchen wir etwa 100 qm Birkenrinde. Die Rinde lässt sich nur im Frühsommer gut lösen, wenn die Bäume im Saft stehen. Deshalb hat ein tatkräftiges Team Anfang Juni 3 Tage im Donaumoos gearbeitet - natürlich in Abstimmung mit dem Förster. 

 

Die Birkenstämme wurden in handliche Stücke von ca. 1m Länge gesägt und mit einem scharfen Messer längs aufgeschlitzt. Mit Gummi- oder Holzhämmern wurde dann die Rinde geklopft bis sie sich möglichst im Ganzen ablösen ließ. Bei strahlendem Sonnenschein kamen wir rasch ins Schwitzen und die zahlreichen Schnaken freuten sich über das Festessen, aber das hochmotivierte Team hatte schnell den Bogen raus und war mit Feuereifer bei der Sache. 

Am letzten Tag wurde die Ausbeute ins Steinzeitdorf transportiert und hier sorgsam zwischen Paletten aufgeschichtet und mit Steinen beschwert.